Ca2+-Signale:
Molekulare Mechanismen und Integrative Funktionen
Sonder­forschungs­bereich 894

Teilprojekt A18 - Ulrich Boehm

GnRH-induzierte Ca2+-Signale in gonadotropen Zellen

Die gonadotropen Zellen in der Hypophyse steuern als Verbindungsglied zwischen Gehirn und Keimdrüsen die Reproduktion der Säugetiere. Die Funktion der gonadotropen Zellen wird durch Ca2+-Signale reguliert.

Wir wollen die Dynamik dieser Regulation im intakten Gewebe und auf molekularer Ebene untersuchen und verstehen, wie das gonadotrope Zell-Netzwerk die Hormon-Freisetzung den unterschiedlichen Reproduktionsstadien anpasst. Hierzu haben wir neue Mausmodelle entwickelt, in denen genetisch-kodierte Calcium-Sensoren und optogenetische Schalter spezifisch in den gonadotropen Zellen exprimiert werden. Diese ermöglichen es uns nun, die Ausbreitung der Ca2+-Signale in gonadotropen Zellen in situ zu untersuchen.

Außerdem ist es uns vor kurzem gelungen, gonadotrope Zellen durch 'fluorescence-activated cell sorting (FACS)' anzureichern. Dies erlaubt es uns, zum ersten Mal ein Expressionsprofil der gonadotropen Zellen zu erstellen und so die molekulare Adaptation an unterschiedliche physiologische Reproduktionsstadien zu analysieren.

Durch zeitlich-kontrolliertes, konditionales 'Gene-targeting' wollen wir schließlich die molekularen Mechanismen der Generierung der Ca2+-Signale in den gonadotropen Zellen untersuchen.